Waermflaschengürtel

Was ist Upcycling?

Laut dem Statistischen Bundesamt produziert jeder Deutsche durchschnittlich 476 Kilogramm Haushaltsabfälle pro Jahr. Doch aus vielen dieser Abfälle könnte man eigentlich noch etwas machen. Neben Recycling hast du sicher auch schon mal etwas von Upcycling gehört. Doch was ist Upcycling eigentlich, wie funktioniert es und wie unterscheidet es sich von Recycling und Downcycling? Das verraten wir dir in diesem Blogbeitrag.


Definition: Was ist Upcycling?

Upcycling ist ohne Frage voll im Trend, doch nicht jeder weiß etwas mit diesem Begriff anzufangen. Vereinfacht gesagt könnte man aber sagen, dass es beim Upcycling darum geht, aus alten Dingen etwas Neues zu kreieren. Vermeintlicher Abfall wird also wiederverwertet, so wie es auch beim Recycling und Downcycling der Fall ist. Und doch unterscheiden sich diese drei Maßnahmen in Bezug auf die Vorgehensweise voneinander.

Wie du sicher weißt, werden beim klassischen Recycling Abfallprodukte gesammelt, sortiert, aufbereitet und wiederverwertet – ohne dass die neu entstandenen Produkte an Wert verlieren. Dadurch entsteht ein Kreislauf, bei dem zum Beispiel Pfandflaschen aus Glas oder Plastik stetig aufbereitet und wiederverwendet werden, wodurch sich die Lebensdauer von Rohstoffen maßgeblich verlängert. Du erkennst recyclte Produkte an bestimmten Symbolen, wie etwa dem allseits bekannten “Grünen Punkt”.

Auch beim Downcycling geht es um die Wiederverwertung von Abfallprodukten, diese verlieren dabei allerdings an Wert, da sie zum Beispiel zu minderwertigeren Produkten weiterverarbeitet werden. Hierbei werden sie zuerst in ihre Grundbestandteile zerlegt, mit anderen Stoffen gemischt und schließlich weiterverarbeitet. Die Rohstoffe müssen dabei oftmals weite Transportwege zurücklegen und auch die Energiekosten sind relativ hoch, was von einigen kritisch gesehen wird. Dennoch ist dieses Verfahren einer Entsorgung und Verbrennung von Müll definitiv vorzuziehen, da es aktiv zur Müllvermeidung beiträgt und Rohstoffe wiederverwertet, was grundsätzlich positiv ist.

Upcycling ist wiederum das genaue Gegenteil vom Downcycling, denn die Abfallprodukte erhalten durch diese Art der Aufbereitung einen höheren Wert als zuvor. In der Mode ist es gerade erfreulicherweise ein Trend, zum Beispiel aus alten Plastikflaschen oder LKW-Planen Sneaker, Taschen oder andere Kleidungsstücke zu fertigen. Auf diese Weise bekommen diese Abfallprodukte einen neuen und vor allem höheren Wert und können weiter verkauft werden. Allerdings sei dazu gesagt, dass beim Waschen solcher Kleidungsstücke Mikroplastik ins Grundwasser gelangen kann, was für die Umwelt problematisch ist.

Dennoch setzt dieser Upcycling-Trend in der Modebranche ein gutes Zeichen und kann als Statement für die Müllvermeidung gesehen werden. Viele Modelabels und Organisationen stecken einen Teil der Einnahmen auch in wohltätige Zwecke, die sich zum Beispiel für den Umweltschutz einsetzen. 

Allgemein kann man sagen, dass Upcycling, Recycling und Downcycling allesamt ihren Beitrag leisten und es nun mal nicht die eine 100% saubere Wiederverwertungs-Methode gibt. Komplett lässt sich Müll nicht vermeiden, doch durch Wiederverwertung und Aufbereitung können Rohstoffe lange erhalten bleiben und einen echten Mehrwert erhalten. Wir bieten dir in unserem Onlineshop verschiedene Produkte, wie unsere nachhaltigen Feueranzünder an. Diese stellen wir aus dem Verschnitt unserer Bienenwachstücher her, da diese sich ideal eignen. Probier unsere Feueranzünder am besten einmal selbst aus und entdecke sie in unserem Shop.

Auch aus unseren Stoffresten stellen wir super praktische Upcycling-Produkte her – wie z.B. unseren Wärmflaschengürtel oder unseren Wandorganizer, den man auch als “Tuchhalter” für die Aufbewahrung von Bienenwachstüchern verwenden kann.

Tuchhalter für Bienenwachstücher

Deswegen lohnt sich Upcycling

Upcycling ist eine tolle Möglichkeit, um mit viel Kreativität aus Müll etwas Neues zu kreieren. Auch du kannst Upcycling betreiben und hast es bestimmt schon des Öfteren gemacht, auch wenn es dir vielleicht nicht immer bewusst war bzw. ist. Wenn du zum Beispiel aus einem alten Marmeladenglas eine Schneekugel bastelst oder aus alten Europaletten einen Couchtisch baust, dann ist das ein gutes Beispiel für Upcycling im Alltag. Schließlich gibst du diesen Dingen einen neuen und höheren Wert.

Gleichzeitig setzt du mit solchen DIY-Projekten ein klares Zeichen gegen den übermäßigen Konsum in unserer Gesellschaft. Anstatt Möbel oder Dekostücke neu zu kaufen, legst du selbst Hand an und baust bzw. kreierst deine eigenen Stücke. Das ist nicht nur nützlich und ein tolles Zeichen für Nachhaltigkeit im Alltag, sondern macht vor allem richtig viel Spaß. 

Wer hingegen immer alles neu kauft und Dinge, die sich eigentlich wiederverwenden oder umfunktionieren lassen, wegwirft, verschwendet unnötig Ressourcen und trägt klar zum erhöhten Müllaufkommen in unserer Welt bei. Upcycling ist zwar, wie bereits erläutert, nicht der heilige Gral oder gar die Endlösung für die weltweiten Abfallprobleme und auch nicht besser oder schlechter als Downcycling und Recycling. Aber es ist dennoch eine Maßnahme, die jeder von uns aktiv umsetzen kann.

Im Internet findest du beispielsweise auf Pinterest, in den sozialen Netzwerken oder in diversen Blogs viele tolle Anleitungen und Tutorials, die dir als Inspirationsquelle für eigene Projekte dienen können. Mit deinen Upcycling-Möbeln, Klamotten oder Gegenständen kannst du deine eigene Persönlichkeit perfekt unterstreichen und zum Beispiel deine Wohnung ganz nach deinen Vorstellungen einrichten. Deiner Fantasie sind hier quasi keine Grenzen gesetzt. 


Exkurs: Die Geschichte des Upcyclings

Die Wieder- und Aufwertung von Müll und ausrangierten Gegenständen ist sicher nichts Neues. Dennoch möchten wir dir kurz erklären, wie das Konzept in den letzten Jahren entstanden ist: 

Erstmals wurde der Begriff 1994 in der britischen Zeitung “Salvo” erwähnt: Der deutsche Ingenieur Reiner Pilz übte dort in einem Artikel scharfe Kritik am Recycling, das er grundsätzlich als Downcycling bezeichnete. Sein eigenes Unternehmen, die Pilz GmbH, setzte schon damals auf die Wiederverwertung von Rohstoffen: beim Abriss eines Hauses verzichteten sie zum Beispiel darauf, den Bauschutt wie normalerweise üblich zu schreddern, sondern achteten darauf, die Ziegel möglichst nicht zu zerstören. So konnten sie diese beim Bau eines neuen Hauses noch einmal verwenden. Inzwischen hat sich Reiner Pilz’ Wortschöpfung Upcycling als eigenständiger Begriff etabliert und ist längst in unseren Sprachgebrauch eingegangen.

Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass Upcycling eine tolle Möglichkeit ist, um mit etwas Fantasie und Kreativität aus vermeintlichen Müll etwas Neues, Praktisches und Schönes zu erschaffen. Anstatt Ressourcen zu verschwenden, werden sie beim Upcycling aufgewertet und im besten Fall so umfunktioniert, dass sie noch viele Jahre einen Nutzen haben – und sei es nur als schön anzusehendes Kunstwerk für die eigenen vier Wände. 

Durch den Kauf von Upcycling-Produkten, wie etwa Kleidung aus Plastikmüll, setzt du ein klares Statement und unterstützt im besten Fall sogar gemeinnützige Projekte, die sich für den Umweltschutz einsetzen. Wenn du hingegen selbst Upcycling betreibst und deine eigenen Projekte angehst, sparst du dir mit Sicherheit eine ganze Menge Geld. 

Außerdem macht es einfach Spaß, wenn du dich kreativ austoben und deine eigenen DIY-Projekte umsetzen kannst. Upcycling ist zwar nicht die Lösung aller Probleme, aber in Kombination mit Recycling und Downcycling setzt es ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit und den Schutz unserer Umwelt. 

Sieh dich am besten direkt selbst in unserem Onlineshop um und entdecke unsere Upcycling- und viele weitere Produkte, die dein Leben ein Stückchen nachhaltiger, schöner und vor allem leichter machen.